Brunnen im Garten

Ein Brunnen im Garten bedeutet in erster Linie Unabhängigkeit von der städtischen Wasserversorgung. Darüber hinaus werden dadurch Kosten fürs Gartengießen eingespart. Das Wasser aus dem Brunnen kann auch als Toilettenwasser und Waschwasser fürs Wäschewaschen verwendet werden. Trinkwasserqualität hat es heutzutage leider nicht überall mehr, da immer mehr Schadstoffe ins Grundwasser gelangen – vorher mit einem Wassertest und Aufbereitung kann man das geförderte Wasser dennoch als Trinkwasser verwenden. Darüber hinaus kann der Brunnen so eingerichtet werden, dass sich der Garten in ein kleines Paradies verwandet.

Lohnt sich die Mühe?

Wenn Sie einen großen Garten haben zahlt sich Brunnen im Garten sicherlich aus. Trinkwasser ist teuer.

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Trinkwasser ist teuer. Das Wasser muss aber nicht für alle Verwendungszwecke Trinkwasserqualität aufweisen. Ist der Wasserverbrauch groß, vor allem im Sommer und wenn Sie einen großen Garten haben, zahlt sich der Bau eines Brunnens sicher aus. Die Baukosten sind nur einmalige Kosten. Soll sich der Brunnen in die Gartenlandschaft „einfügen“, also wie eine natürliche Quelle umgeben von sattem Grün und Blumen aussehen, wird das naturgemäß etwas teurer. Sie sollten aber auch bedenken, dass die Anlage eines Brunnens ein Leben lang halten und viele Jahre von Nutzen sein soll.

Ein Brunnen sollte sich durchschnittlich nach 5 Jahren amortisieren. Deshalb gilt die Faustregel: Die erwartete Ersparnis mal fünf nehmen und den Baukosten gegenüberstellen. Ist die Ersparnis der größere Posten, hat sich die Investition gelohnt. Ein weiteres Entscheidungskriterium ist die Lage des Grundwasserspiegels. Liegt dieser maximal sechs Meter unter der Oberfläche, lohnt sich das Bohren. Das können Sie leicht bei der zuständigen Wasserbehörde online erfahren.

Ist der Bau eines Brunnens im Garten genehmigungspflichtig?

In Deutschland unterliegen Grundwasserbrunnen der Genehmigungspflicht. Die Bußgelder betragen bis zu 50.000 Euro!

Achtung! Der Genehmigungspflicht unterliegen sowohl der Bau eines neuen Brunnens als auch die Wiederinbetriebnahme alter Brunnen sowie Änderungen.

In der Genehmigung ist anzuführen, wofür das Wasser genutzt werden soll und wie die Ableitung erfolgt. In Deutschland ist dafür das Amt für Wasser und Abfall zuständig (AWA). Wenn das Brunnenwasser als Trinkwasser verwendet werden soll, muss auch das Gesundheitsamt kontaktiert werden. Ob Sie ein beglaubigtes Gutachten (Wasseranalyse) vorlegen oder das Amt selbst prüft, ist regional sehr unterschiedlich. Die Kosten dafür variieren daher natürlich sehr stark.

Welche Art von Brunnen dürfen Sie im Garten selbst anlegen?

Das sind Bohrbrunnen, Rammbrunnen und Schachtbrunnen.

Ein Schachtbrunnen ist bis zu zehn Meter tief und sieht aus wie Märchenbrunnen. Das Wasser fließt immer wieder nach. Diese Brunnenart kostet bis zu 5.000 Euro und ist die gebräuchlichste Brunnenart. Die geförderte Wassermenge ist gering. Die Schachtwände werden meistens gemauert und halten deshalb sehr lange.

Ein Bohrbrunnen hält ebenfalls sehr lange, muss aber von einem Fachbetrieb gebohrt werden. Dabei wird ein Rohr, das mit Filterkies umgeben wird, gesetzt. Dieser Brunnen kann bis zu 20 Meter tief und 30 Zentimeter breit sein. Mit dieser Brunnenart kann auch ein Garten-WC betrieben werden. Die Kosten für diese Art von Brunnen liegen zwischen 1.200 und 1.500 Euro.

Ein Rammbrunnen ist mit 300 Euro sehr kostengünstig und können leicht selber angelegt werden. Mit einer elektrischen Ramme wird ein Metallrohr in den Boden gestoßen. Baumärkte oder Fachbetriebe verleihen diese Geräte. Der Grundwasserspiegel darf allerdings nicht tiefer als sieben Meter liegen. Die dazugehörige Handpumpe kann sonst die Förderung nicht aufnehmen. Diese funktioniert ohne zusätzliche Stromzufuhr. Die Wassermenge ist eher gering. Diese Art von Brunnen setzt sich mit der Zeit wieder zu.

Welche Pumpen sind zur Förderung des Wassers geeignet?

Die Wahl hängt von der Brunntiefe ab. Ist der Pumpweg nicht länger als neun Meter, eignet sich eine Kreiselpumpe. Die Kosten betragen ca. 300 Euro. Der Geräuschpegel ist meistens ziemlich hoch. Tauchdruckpumpen sind leiser, bleibt dauerhaft unter Wasser und ist um einiges teurer. Bei tieferen Brunnen kann jedoch nur diese Pumpenart verwendet werden.