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Die Raumreserven im Untergeschoß sollten richtig eingeplant werden

Zum Traum vom eigenen Haus gehört für die meisten Bauherren ein Keller. Denn mit den zusätzlichen Räumen im Untergeschoß lassen sich wertvolle Platzreserven erschließen, ohne dass mehr Grundstücksfläche überbaut und Gartenfläche geopfert werden muss. „Als Lagerraum, Hobbykeller, Partyzone sowie Trocken- und Bügelzimmer oder als Home Office lässt sich ein Keller nutzen, wenn er richtig geplant wird“, erklärt Oliver Schönfeld, Bauen-Wohnen-Experte beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.

Bei der Planung des Kellers ist ein Fachmann gefragt, damit die Abdichtung zum Grundstück passt und die Räume sicher und auf Dauer trocken bleiben. Foto: djd/BetonBild
Bei der Planung des Kellers ist ein Fachmann gefragt, damit die Abdichtung zum Grundstück passt und die Räume sicher und auf Dauer trocken bleiben.
Foto: djd/BetonBild

Mit wasserdichter Bauweise auf der sicheren Seite

Um den Keller auch für Wohnzwecke nutzen zu können, muss seine Konstruktion dauerhaft wasserdicht sein. Welche Bauweise dabei erforderlich ist, hängt vom Bauplatz ab und muss von einem Experten in der Planung berücksichtigt werden. Zu beachten sind beispielsweise die Nähe von Gewässern oder ein hoher Grundwasserspiegel. Da Starkregenereignisse auch in unseren Breitengraden zunehmen, kann es selbst auf eigentlich trockenen Bauplätzen zu Belastungen durch Feuchtigkeit kommen. Wer eine wasserundurchlässige Konstruktion wie die so genannte „Weiße Wanne“ aus Beton wählt, ist auf der sicheren Seite. Diese Bauart hält ohne zusätzliche Abdichtungen an der Außenseite dauerhaft dicht. Daher kann es nicht zu Problemen durch Beschädigungen der Dichtung kommen, beispielsweise bei Bau- und Grabungsarbeiten oder über Durchwurzelungen von Bäumen. Mehr Informationen dazu gibt die Broschüre „Unter uns – Keller aus Beton“, die im Shop von www.beton.org kostenlos zum Download bereitsteht.

Für hochwertige Nutzungen: Der sogenannte „Warme Keller“

Zu entscheiden ist auch, ob die Konstruktion als sogenannter „Warmer“ oder „Kalter Keller“ ausgeführt werden soll. Der „Kalte Keller“ liegt außerhalb der wärmegedämmten Gebäudehülle. Er ist nur bedingt für eine höherwertige Nutzung und eher als Lagerkeller geeignet. Der „Warme Keller“ ist dagegen durch Außen- oder Innendämmung in die thermische Gebäudehülle einbezogen und lässt sich damit etwa für die Einrichtung eines Gästezimmers oder eines Arbeitsraums nutzen.

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